Similia Similibus Curantur

Zur Theorie der Homöopathie/James Tyler Kent

Zur Theorie der Homöopathie

James Tyler Kents Vorlesungen über Hahnemanns Organon (Gebundene Ausgabe)

Man kann von J.T.KENT halten, was man will: Seine Kommentare und Erläuterungen zum Organon sind eine große Hilfe zum Verständnis des teilweise doch recht schwierig zu lesenden HAHNEMANNschen Werkes. KENT schreibt in den einzelnen Kapiteln zu jeweils mehreren Paragraphen in einer thematischen Zusammenfassung, läßt dabei durchaus seinen Gedanken Lauf, wobei er aber immer wieder auf die wesentlichen, zwingend zu beachtenden Grundlagen der Homöopathie zurückkommt und diese als bedingungslose Voraussetzung für eine erfolgreiche Therapieführung darstellt. Schon im Vorwort zur Erstausgabe propagiert er vehement die Kenntnis der wissenschaflichen Methodik der Homöopahtie als Voraussetzung zur Anwendung. Er sieht die möglichen Schwächen des Behandlers und benennt sie mit klaren Worten, so auch in seinen Anmerkungen zum §6 Organon: “(…) Hahnemann beginnt den Paragraphen, indem er vom ‘vorurteilslosen Beobachter’ spricht. Es scheint heutzutage tatsächlich fast eine Unmöglichkeit, einen Menschen zu finden, der diese Qualifikationen verdient. Es gibt keinen Menschen ohne Vorurteile mehr.”; immer jedoch führt er den (vielleicht schon frustrierten) Leser zu den klaren und eindeutigen Vorschriften HAHNEMANNs zurück und bietet uns damit Lösungsansätze. Äusserst aufschlußreich für den Praktiker ist seine Auflistung der möglichen Folgen auf die Mittelgabe.

Insgesamt ist dieses Buch sicher keine einfache Lektüre; mir hat KENT allerdings über einige Unsicherheiten hinweggeholfen, deren Klärung via Organon, so meine ich, schwieriger zu gestalten gewesen wäre. Abgerundet wird das Werk durch einer sehr schöne Biographie KENTs von Pierre SCHMIDT.